deen
 
 
 

Wilfried-Guth Stiftungsprofessur für Ordnungs- und Wettbewerbspolitik

Die Finanz- und die daraus resultierende Wirtschaftskrise haben einmal mehr deutlich gemacht, dass die Wirtschaft einer Ordnung bedarf, die gleichermaßen die Freiheit wie die Effizienz und Stabilität der Wettbewerbsprozesse gewährleistet. Gleichzeitig ist die Ordnungsökonomik an deutschen Universitäten gegenüber der mathematisch-formalisierten Wirtschaftswissenschaft immer mehr ins Hintertreffen geraten. Darüber hinaus stehen Politik und Wirtschaft in unseren alternden Gesellschaften vor großen, völlig neuen sozial- und ordnungspolitischen Herausforderungen. Um Deutschland und Europa als Industriestandort im globalen Wettbewerb zu erhalten oder gar auszubauen, bedarf es deshalb nicht nur gewaltiger Anstrengungen, sondern auch großer ordnungspolitischer Disziplin und Ingenuität.

Wir meinen, dass das ordnungspolitische Denken der Freiburger Schule auch heute noch - oder gerade wieder - Wesentliches zur Bewältigung dieser Aufgaben beitragen kann.

Bereits Wilfried Guths Vater Karl (links) war zusammen mit Wolf-Dietrich von Witzleben einer der maßgeblichen Initiatoren der BBUG.
Bereits Wilfried Guths Vater Karl (links) war zusammen mit Wolf-Dietrich von Witzleben einer der maßgeblichen Initiatoren der BBUG.
Wilfried Guth (1984), Foto Lutz Kleinhans, ©Deutsche Bank AG, Historisches Institut
Wilfried Guth (1984), Foto Lutz Kleinhans, ©Deutsche Bank AG, Historisches Institut
 

Mit der Gründung des Wilfried-Guth Stiftungslehrstuhls für Ordnungs- und Wettbewerbspolitik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg möchten wir unseren Beitrag zu dieser Erneuerung und Weiterentwicklung ordnungspolitischen Denkens im europäischen Kontext leisten. Zugleich ehren wir mit der Namensgebung den langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Baden-Badener Unternehmergespräche Wilfried Guth, für den als Neffe Ludwig Erhards die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft von frühester Jugend an prägend waren.

 

Wolf-Dietrich von Witzleben-Medaille

Wolf-Dietrich von Witzleben (1886-1970) gehörte zu den Gründungsvätern der Baden-Badener Unternehmergespräche. Als Siemens-Aufsichtsrat übernahm er 1953 den Vorsitz des BDI-Arbeitskreises zur Förderung des Unternehmernachwuchses, der maßgeblich war für die Konzeption und Initiierung der erstmalig im Sommer 1954 und Frühjahr 1955 probeweise durchgeführten "Baden-Badener Betriebsführergespräche". Mit der Gründung der "Gesellschaft zur Förderung des Unternehmernachwuchses" als unabhängigem Trägerverein der Unternehmer-Seminare wurden die Badener-Badener Unternehmergespräche 1955 als regelmäßige Veranstaltung institutionalisiert.

Wolf-Dietrich von Witzleben-Medaille
Wolf-Dietrich von Witzleben-Medaille

1919 war von Witzleben in die neu gegründete sozialpolitische Abteilung der Zentralen Personalverwaltung bei Siemens eingetreten und war dort bis 1927 für Angestelltenfragen zuständig. Später wurde er Leiter des Vorstandssekretariats von Carl-Friedrich von Siemens. 1934 berief man von Witzleben zunächst als stellvertretendes, ab 1939 als ordentliches Mitglied in den Vorstand der Siemens-Werke. Unmittelbar nach dem Krieg war er als Vorstandsvorsitzender mit dem Wiederaufbau der Siemens-Werke betraut.

Mit der Von Witzleben-Medaille ehren die BBUG Vertreter der Wirtschaft, die sich in besonderem Maße für die Baden-Badener Unternehmergespräche und deren Weiterentwicklung engagiert haben.

 

BBUG – Baden-Badener
Unternehmer Gespräche


Uns geht es darum, heutige und zukünftige Unternehmenslenker in der Wahrnehmung ihrer übergreifenden und weitreichenden Verantwortung für Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. ‚Wahrnehmung von Verantwortung‘ heißt im Verständnis der BBUG dabei beides: sie zu erkennen und sie auszufüllen.

 
 

Kontakt

 

Baden-Badener
Unternehmer Gespräche e.V.
Lichtentaler Straße 92
76530 Baden-Baden

Telefon +49 (0)7221 9789-0
Telefax +49 (0)7221 9789-15